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Ein Katafálk (ital. Catafalco, aus dem roman. catar, schauen, und ital. palco, Gerüst, zusammengesetzt, also s. v. w. Schaugerüst) ist ein Trauergerüst oder Paradebett, welches beim Begräbnis berühmter Personen die aufgebahrte Leiche trägt.

 

Noch mehr spannende Infos gibt's im Lexikon.

Aus dem Lexikon

Die Erdbestattung Unter einer Erdbestattung (auch: Inhumation) versteht man die Beisetzung des Leichnams in ... weiter lesen

Was bleibt, wenn die Seele geht?

Nur der Religion scheint es zu gelingen, dem Tod einen Sinn zu geben

Vor dem Tod sind alle Menschen gleich. Die Einsicht in die eigene Endlichkeit ist das, was uns über die Grenzen von Religionen und Kulturen vereint. Doch spätestens seit der Aufklärung schwindet der Glaube an ein Weiterleben. Und auch wenn die Wissenschaft Leben verlängern kann - unsterblich machen kann sie uns nicht. Der Tod bleibt das Unfassbare, die schwarze Wand, an der jeder Sinn abprallt. Nur der Religion scheint es zu gelingen, dem Tod einen Sinn zu verleihen.

Weiterleben im Jenseits

 

Die Ägypter sind die ersten, die nachweislich an ein individuelles Weiterleben nach dem Tod glauben. Die Seele, Ba, ist aber nur einer von fünf Teilen des Menschen: Sie müssen zusammen bleiben, wenn das Individuum weiterleben soll. Damit die Seele weiterleben kann, muss auch der Körper überdauern: er wird mumifiziert und so der Verwesung entzogen. Die Grablegung ist eine Heimkehr in den Mutterschoß. Bereits die Ägypter glaubten an ein Jüngstes Gericht. Das Jenseits ist erstmals ein Ort ausgleichender Gerechtigkeit.

 

 

Suche nach Erlösung

 

Im frühen Judentum ist dagegen von einem Leben nach dem Tod kaum die Rede. Unsterblichkeit erlangt der Mensch nur im Diesseits, durch seine Nachkommen. Doch dann setzt sich der Glaube an die leibliche Auferstehung der Toten immer mehr durch, die mit der Ankunft des Messias einhergehen soll. Daher darf die Totenruhe im Judentum nicht gestört werden. Der Leib muss intakt bleiben, bis der Zeitpunkt der Auferstehung gekommen ist und Gott die Menschen richten wird. Das Mysterium von Tod und Auferstehung steht im Zentrum der christlichen Lehre. Der Tod ist eine Strafe Gottes, die dem Menschen seit Adam auferlegt ist.

 

Nach christlicher Vorstellung ist der Mensch durch die Erbsünde zum ewigen Tod verdammt. Erst der Sieg Christi über den Tod erlöst auch alle anderen Menschen, der irdische Leib wird von einem geistlichen abgelöst. Der Tod wird im Christentum zur Geburt des eigentlichen Lebens. Am jüngsten Tag werden Leib und Seele wieder vereinigt. Für alle gläubigen Juden, Christen und Muslime ist der Tod unausweichlich und gilt als Übergang vom irdischen ins ewige Leben. So kann auch der gläubige Muslim, den ebenfalls ein Jenseitsgericht erwartet, bei aller Trauer dem Tod gelassen entgegen sehen, denn sein Leben und Tod liegen in der Hand Allahs. Das Paradies steht jedoch nur den Gläubigen offen, den Ungläubigen ist es verwehrt.

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