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Ein Katafálk (ital. Catafalco, aus dem roman. catar, schauen, und ital. palco, Gerüst, zusammengesetzt, also s. v. w. Schaugerüst) ist ein Trauergerüst oder Paradebett, welches beim Begräbnis berühmter Personen die aufgebahrte Leiche trägt.
Noch mehr spannende Infos gibt's im Lexikon.
Aus dem Lexikon
Die Erdbestattung Unter einer Erdbestattung (auch: Inhumation) versteht man die Beisetzung des Leichnams in ... weiter lesen
Warum die anderen anders sind
Köln. Toleranz ist nicht allein eine demokratische Tugend. Sie ist grundsätzlich ein menschlicher Maßstab und Voraussetzung für ein friedliches Miteinander zwischen einzelnen Menschen und ganzen Völkern. Egal, in welcher Gesellschaftsform wir leben und an welchen Gott wir glauben: erst aus dem Wissen und Erkennen heraus, warum die anderen anders sind, entwickelt sich Akzeptanz und wachsendes Verständnis. Dies gilt insbesondere für die verschiedenen Glaubensbekenntnisse und ihren religiösen Ritualen angesichts von Tod und Trauer.
Tod und Trauer im Judentum
Im Judentum genießt das Leben auf Erden den höchsten Wert. Es gehört zu den Aufgaben des Menschen zu leben und für die Erhaltung der menschlichen Gattung zu sorgen. Die jüdische Religion kennt die Auferstehung der Toten und das ewige Leben.
Liegt ein Mensch im Sterben, gehören zur Vorbereitung auf den nahenden Tod Gebete, das Sündenbekenntnis und das Segnen der Kinder. Zuletzt sollen alle Anwesenden das Glaubensbekenntnis sprechen: „Höre Israel, der Ewige ist unser Gott, der Ewige ist einzig“ (5. Buch Moses).
Die Trauerzeit gliedert sich in vorgegebene Abschnitte, in denen sich die Angehörigen mit einer Fülle von Trauerbräuchen vom verstorbenen Menschen verabschieden. Unterstützt werden sie dabei durch den „Chewra Kaddischa“ (Heiliger Verein), der zur Gemeinde gehört.
Aninut, die „Zeit der Verzweifelung“ währt zwischen Tod und Beerdigung. Traditionell findet das Begräbnis noch am Todestag statt (5.Buch Moses); außerhalb Israels wird zumeist eine Wartepflicht von 48 Stunden verlangt. Zu den Bräuchen gehören die rituelle Toten-wäsche, das Anlegen des Totenkleides und einer Kopf-bedeckung, sowie bei Männern ihres persönliches Gebetstuchs (Tallit). Jedem Sarg wird Erde aus Israel beigefügt, als Zeichen für den Wunsch, im Land Israel, im „Land der Lebenden“ begraben zu sein, um bei der Wiederkehr des Messias an der Erweckung teilzuhaben (Psalme).
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