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Aus dem Lexikon

Die Erdbestattung Unter einer Erdbestattung (auch: Inhumation) versteht man die Beisetzung des Leichnams in ... weiter lesen

Zur letzten Ruhe in die Erdumlaufbahn

Bizarre Geschäftsidee: Weltraum soll prominente Tote besser vor Sargräubern schützen

Hamburg / Fürth. Auch wenn Millionäre und Milliardäre häufiger zu ihren Lebzeiten als nach dem Tod entfü̈hrt werden, stellt sich die Frage, wie Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens als Verstorbene der Leichenfledderei entgehen und einer sicheren letzten Ruhestätte gewiss sein können.

 

Zu den prominenten Opfern von Sargräubern zählen z.B. der Großunternehmer Karl Flick, der Schauspieler Charlie Chaplin und der ehemalige “König” der Mailänder Finanzwelt, Enrico Cuccia. Zwei der gestohlenen Särge wurden wiedergefunden. Der von Chaplin vergraben in einem Acker in der Schweiz, und jener von Cuccia in einer verlassenen Sennhü̈tte in der Nähe von Turin. In beiden Fällen hatten die Diebe Lösegeld gefordert.

 

Der Fürther Trauerberater Daniel Eickhoff glaubt zu wissen, wie man die scheinbar einträglichen Sarg-Entführungen stoppen kann.Als Mitarbeiter in einem bundesweit aktiven Unternehmen, das sich auf exklusive Bestattungsformen spezialisiert hat, ist für ihn die Bestattung im Weltraum am sichersten. Wenn die gesamte Asche eines Menschen dort bestattet werden soll, kostet das wohl rund 500.000 Euro.

 

Posthum ins All kommt man allerdings auch billiger: nur 12.000 Euro kostet die Mini-Urne fü̈r etwa sieben Gramm Asche mit aufgedruckter Widmung. Der Abschuss des Bestattungs­satelliten, der später wieder in die Erdatmosphäre eintritt und gleich einer Sternschnuppe verglü̈ht, inklusive. Der Bayer würde in solchen Fällen mit Bestattungsunternehmen in Houston/Texas zusammenarbeiten, sollte dieser Service nachgefragt werden, was bis heute noch nicht geschehen ist.

 

Auch die Mondbestattung fü̈r 27.000 Euro, bei der die Asche des Verstorbenen auf der Mondoberfläche platziert wird, wollte noch niemand. Bei dieser Bestattungsart müssen laut Eickhoff allerdings lange Wartezeiten fü̈r die Urne eingeplant werden. Aus Kostengrü̈nden wurden deshalb in Houston bereits vorsorglich Fahrgemeinschaften zum Mond gebildet.

 

Quelle: www.zeit.de

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