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Ein Katafálk (ital. Catafalco, aus dem roman. catar, schauen, und ital. palco, Gerüst, zusammengesetzt, also s. v. w. Schaugerüst) ist ein Trauergerüst oder Paradebett, welches beim Begräbnis berühmter Personen die aufgebahrte Leiche trägt.
Noch mehr spannende Infos gibt's im Lexikon.
Aus dem Lexikon
Die Erdbestattung Unter einer Erdbestattung (auch: Inhumation) versteht man die Beisetzung des Leichnams in ... weiter lesen
Wohin mit den Toten?
Die Menschheit kennt viele Antworten auf diese Frage -
Bestattungsformen im Wandel der Zeiten
Gelsenkirchen. Überall auf dieser Welt suchen Menschen seit altersher unabhängig von ihrer Lebensweise und ihren kulturellen Wurzeln die Antwort auf die Frage: Wohin mit dem Toten? Dabei gibt es kaum eine vorstellbare Bestattungsform, die nicht irgendwo und irgendwann einmal praktiziert wurde. Doch was auf uns angemessen und tröstlich wirkt, kann in anderen Kulturkreisen Ablehnung und Kopfschütteln auslösen. Helfen kann da nur gegenseitiges Verständnis und Aufklärung.
Die ältesten bisher gefundenen Gräber werden auf etwa 50.000 vor Christus datiert. Zu den ältesten Beerdigungsformen zählt das “Hockergrab”. Der Leichnam liegt wie ein Embryo mit angezogenen Beinen und gekrümmtem Rücken auf der Seite in einem Steingrab. Es sieht fast so aus, als ob der Tote schläft.
Auch in späteren Kulturen ist die Bedeutung der Begräbniskultur eindrucksvoll belegt. Ein Beispiel dafür sind die Hünengräber: Bis zu zwölf Meter lang, boten die aus großen Gesteinsblöcken zusammengefügten Kammern Platz für bis zu hundert Tote. Ihre Bauweise muss ein ungeheurer Arbeits- und Zeitaufwand gewesen sein. Deshalb glaubte man, dass nur "Hünen", also Riesen, diese Grabstätten gebaut haben könnten. Im antiken Griechenland ging man da wesentlich pragmatischer vor. Dort wurde ein Verstorbener im Steinsarg beigesetzt. Dieser "sarkophagos", was übersetzt soviel wie "Fleischfresser" heißt, bestand aus Kalkstein. Ein Gesetin, das die Verwesung förderte. Aus "sarkophagos" wurde im Deutschen "Sarkophag" und "Sarg".
Aus dem Osten Irans ist aus vorchristlicher Zeit die Luftbestattung bekannt. Tote wurden auf Türmen den Vögeln zum Fraß überlassen. Damit sollte weder die heilige Erde noch das heilige Feuer durch die Leichen verunreinigt werden. Ein nordamerikanischer Indianerstamm, die Semiolen aus Florida, bestattete seine Toten in hohlen Bäumen. Andere Stämme, die als Nomaden umherzogen, ließen manchmal ihre Sterbenden zurück. Oder die Alten verließen selbst ihren Stamm, um an bestimmten Plätzen, zum Beispiel auf Bergen, ihre letzte Ruhestätte zu finden.
In Tibet wurden verstorbene schwangere Frauen oder Leprakranke in den Fluss geworfen. Wikinger ließen zum Teil ihre Verstorbenen auf kleinen Booten auf das Meer hinaustreiben, was auf eine Mischung von Luft- und Wasserbestattung hinausläuft. Eine moderne Variante ist die auch in Deutschland praktizierte Seebestattung in einer wasserlöslichen Urne.
Feuerbestattungen gab und gibt es in vielen Kulturen. Noch heute zündet bei einer hinduistischen Bestattung in Indien der älteste Sohn das Feuer an. Die Seele des Toten ("Atman": Hauch, Selbst) wird durch die Verbrennung aus dem Körper befreit. Um 1500 vor Christus setzten sich in der Bronzezeit Leichenverbrennungen bei den Germanen durch. Die Toten verbrannten auf dem Scheiterhaufen. Knochen und Asche sammelte man zusammen mit kleinen Grabbeilagen in einfachen Urnen aus Ton.
Quelle: www.planet-wissen.de
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