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Ein Katafálk (ital. Catafalco, aus dem roman. catar, schauen, und ital. palco, Gerüst, zusammengesetzt, also s. v. w. Schaugerüst) ist ein Trauergerüst oder Paradebett, welches beim Begräbnis berühmter Personen die aufgebahrte Leiche trägt.
Noch mehr spannende Infos gibt's im Lexikon.
Aus dem Lexikon
Die Erdbestattung Unter einer Erdbestattung (auch: Inhumation) versteht man die Beisetzung des Leichnams in ... weiter lesen
Stadionhymne am offenen Grab
HSV-Anhänger finden jetzt auf dem ersten Fußball-Friedhof Europas ihre letzte Ruhe
Hamburg. Mit der Eröffnung eines Fussball-Friedhofes auf hanseatischem Boden eröffnen sich künftig völlig neue Beisetzungsrituale und Geschäftsmöglichkeiten.
Nur ein Zaun und eine Straße trennen die halbovale Rasenfläche auf dem staatlichen Friedhof Altona vom HSV-Stadion und dessen Eingang Süd-West. In einem Jahr Bauzeit ist sie zum "Themengrabfeld HSV" umgestaltet worden. Ein Fußballtor aus Beton, Originalmaß natürlich, markiert den Eingang. Rund um den Rasen erheben sich die Tribünen, auf drei ansteigenden Ebenen. Da kommen die Gräber hin. Eine letzte Ruhestätte direkt am Stadion, Urnen in Blau-Weiß, mit der Vereinsraute verzierte Särge und die Stadionhymne am offenen Grab - alles ist möglich. HSV-Mitglieder erhalten Sonderkonditionen für die Bestattung "Schlusspfiff".
Die Bestattung in allen Vereinsehren ist neu. Lediglich der argentinische Club Atlético Boca Juniors stellt Fans seit ein paar Jahren einen eigenen Friedhof zur Verfügung. Danach kommt gleich der HSV, "ein Imagevorteil", glaubt Vorstandsmitglied Christian Reichert: "Unser Plan weckt weltweit Aufmerksamkeit. Aber kein Kopfschütteln, sondern ernsthaftes Interesse."
Bereits seit dem Sommer 2007 können HSV-Anhänger die Vereinsurne oder den in Klubfarben lackierten Kiefernsarg kaufen. Vier Hamburger Bestattungsunternehmen haben die Lizenz. Im Angebot sind u.a. eine royalblaue Kupferurne mit HSV-Schriftzug für 295 Euro, eine schlankere Version mit Silberauflage, die an einen Fußballpokal erinnert und 390 Euro kostet. Der HSV-Sarg ist für 2350 Euro zu haben. Für die Grabgestaltung empfehlen sich z.B. Fußballschuhe aus Moos oder blau-weiße Bepflanzung in Rautenform. Der Käufer einer HSV-Ruhestätte muss einen Dauergrabpflege-Vertrag abschließen. Über die Kosten herrscht zur Zeit noch Schweigen.
Überhaupt, das Geld. Der HSV verdient nach eigener Auskunft nichts an dem Gräberfeld. Die Lizengebühren für die Nutzung der HSV-Embleme, die die Bestatter an den Verein abführen, will man wieder in die Anlage investieren. Während der Klub das Material für die Neugestaltung der Friedhofsfläche bezahlte, übernahm der Friedhof die Arbeiten. Auch dort verdient man nichts am "Themengrabfeld HSV". Ein Platz am Stadion kostet nicht mehr als anderswo. Aber man verspricht sich indirekten Gewinn - neue Kundschaft.
Quelle: jetzt.sueddeutsche.de
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