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Aus dem Lexikon

Die Erdbestattung Unter einer Erdbestattung (auch: Inhumation) versteht man die Beisetzung des Leichnams in ... weiter lesen

Krematorien - von der Vergangenheit in die Gegenwart

Das Krematorium von heute ist mehr als nur der Ort, an dem Verstorbene zur Beisetzung eingeäschert werden. Sie erfüllen daneben Aufgaben wie z.B. das Ermöglichen einer Abschiednahme, das Beiwohnen einer Einäscherung oder auch nur das einfache Aufbewahren von Verstorbenen.

 

Eine bedeutende Reform im Bestattungswesen stellte die Einführung der Feuerbestattung dar – sie geschah im Zuge einer großen gesellschaftlichen Diskussion um städtische Hygieneprobleme. Hinzu kamen die Wünsche der Arbeiterverbände nach einer kostengünstigeren Bestattungsart.

Die Anhänger der Idee der Feuerbestattung gründeten ab den 1870er Jahren in Deutschland Vereine, um ihr Anliegen auch politisch durchzusetzen.

Die ersten deutschen Feuerbestattungsvereine entstanden unter anderem in Dresden, Berlin, Gotha und in Hamburg. Ihr erstes Ziel war, die Regierungen der einzelnen deutschen Staaten zu einer Genehmigung eines Krematoriums zu bewegen. Die größten Gegner der Idee der Feuerbestattung waren die Kirchen, für die die Feuerbestattung gegen die christliche Tradition des Begräbnisses verstieß.

Das erste Krematorium in Deutschland wurde 1878 in Gotha in Thüringen eingerichtet, das zweite folgte 1891 in Heidelberg, ein Jahr später eröffnete in Hamburg das dritte Krematorium. Dieses Krematorium in Hamburg war schon ein Jahr vorher fertig gestellt, wurde vom Hamburger Senat aber erst unter dem Eindruck der Cholera-Epidemie 1892 zum Betrieb freigegeben.

Um das Jahr 1910 gab es dann schon 20 Krematorien in Deutschland. Sehr schnell wurden die Krematorien zu Sehenswürdigkeiten. In Hamburg, auf dem Ohlsdorfer Friedhof, konnte man das Krematorium z.B. gegen 50 Pfennig Eintritt besichtigen. Darüber hinaus gab es Ansichtskarten zu kaufen.

Während in den ersten Jahren ihres Bestehens die meisten Krematorien in privater Hand waren, änderte sich dies in den darauffolgenden zwei Jahrzehnten, als der Staat fast alle Krematorien übernahm. Durch günstige Gebührenpolitik gelang es den Kommunen, die Akzeptanz der Krematorien in der Bevölkerung deutlich zu steigern und so das kommunale Bestattungswesen effektiv zu gestalten. Das war auch notwendig, denn in den Krisenzeiten der Weimarer Republik waren Bestattungen für den Großteil der Bevölkerung ein erheblicher Kostenfaktor.

 

Um 1930 war die Anzahl der Krematorien schon auf über 100 gestiegen. In den folgenden Jahrzehnten waren sie in Deutschland ausschließlich in kommunaler Hand. Das änderte sich erst 1997 mit dem Krematorium Landau. Es ist das erste privatwirtschaftlich betriebene Krematorium in Deutschland.

Heute gibt es in Deutschland ca. 140 Krematorien, viele davon in privater Hand. Eine Folge hiervon ist –weg von starren Gebühren –hin zu marktwirtschaftlichen Preiskalkulationen, die u. a. deutliche Preisreduzierungen zur Folge hatten. Damit setzen die privatwirtschaflich betriebenen Krematorien die alteingesessenen kommunal betriebenen unter Druck. Sie verstehen sich in erster Linie als Partner der Bestatter und bieten nicht nur eine preisbewusste Gebührenstruktur, sondern auch Dienstleistungen an, die man vorher so nicht kannte. Hier ist vor allem zu beobachten, dass die privaten Krematorien den Angehörigen anbieten, bei der Einäscherung dabei zu sein, um Abschied nehmen zu können. Die kommunalen Krematorien waren da bisher eher zurückhaltend. Umweltschonende Technik, freundlich gestaltete Trauerräume und Feierhallen, helle Wartebereiche bis hin zur Cafeteria sind heute keine Seltenheit mehr.

Wir haben Krematorien in unsere Sparte der Dienstleister mit aufgenommen, um Ihnen die Möglichkeit zu geben, sich zu informieren, ganz allgemein oder besonders die Standorte in der Nähe Ihres Wohnortes.

Den Krematorien bieten wir an, sich selbst darzustellen durch eine Erweiterung Ihrer Kontaktdaten entsprechend unserer Angebote. Sehen Sie sich die Eintragsschaltung an, durch wenige Eingaben verschaffen Sie sich die Möglichkeit, über unsere gut besuchte Seite, Ihr Unternehmen und Ihre Leistungen einem großen Kreis Interessierter vorzustellen.

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