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Aus dem Lexikon
Die Erdbestattung Unter einer Erdbestattung (auch: Inhumation) versteht man die Beisetzung des Leichnams in ... weiter lesen
Aktuelles
Rund 3300 Juden in Württemberg bewahren die Friedhofskultur ihrer Ahnen in lebendigem Glauben
Stuttgart. In Baden-Württemberg gibt es mehr als 140 jüdische Friedhöfe. Auf einigen ist lange niemand mehr beerdigt worden, die Grabsteine sind moosbewachsen. Andere zeugen mit frischen Gräbern, auf denen Kiesel liegen, vom lebendigen Gedenken. Einblicke in die jüdische Friedhofskultur bei einem Rundgang durch das “stille Haus des Lebens”.
Hannover/Hollywood. Wieder einmal weht aus den USA ein neues Phänomen über den Atlantik ins alte Europa: Handys als Grabbeigabe.
Duisburg. Ans Sterben denkt niemand gern. Doch mindestens genauso wichtig wie ein Testament ist es, sich bereits zu Lebzeiten Gedanken über die Beerdigung zu machen. Denn in vielen Familien beginnt nach einem Todesfall die Krise schon in diesen schwierigen Punkten: Konventionelle Beerdigung oder Urnenbestattung? Welcher Sarg? Welches Grab? Welcher Friedhof? Welche Stadt? Ein Bestattungsvorsorgevertrag könnte hier den Familienfrieden bewahren helfen.
Hannover. Etwas Außergewöhnliches für Hannover und die Region haben die MItarbeiter des Bereichs Städtische Friedhöfe auf dem Stadtfriedhof Seelhorst geschaffen: Eine Ausstellung zur hannoverschen Friedhofs- und Bestattungskultur. Gezeigt wird eine umfangreiche Sammlung von Gegenständen, die aus der täglichen Arbeit einer Friedhofsverwaltung stammen. Manche sind mehrere Jahrzehnte, einzelne mehrere Jahrhunderte alt.
Hannover. Der so genannte Trauerdiamant, der aus einem Teil der Asche gepresst wird, die nach der Kremation vom menschlichen Körper übrigbleibt, gehört zu einem der beliebtesten Medienthemen, wenn es um Veränderungen in der Bestattungskultur geht. Kontrovers wird darüber debattiert, ob “ein Verstorbener an den Ringfinger gehört oder nicht”.
Das Krematorium von heute ist mehr als nur der Ort, an dem Verstorbene zur Beisetzung eingeäschert werden. Sie erfüllen daneben Aufgaben wie z.B. das Ermöglichen einer Abschiednahme, das Beiwohnen einer Einäscherung oder auch nur das einfache Aufbewahren von Verstorbenen.
Die Sehnsucht nach himmlischem Frieden unter Bäumen nimmt zu
Freiburg/Littenweiler. Steigende Urnenbestattungen unter Bäumen machen deutlich, dass immer mehr Menschen eine wenig aufwendige Bestattungsform wünschen. Auch auf dem Bergäckerfriedhof Littenweiler gibt es jetzt diese schlichte Ruhestätte unter Schwarzkiefer, Ahorn, Fichte und Blauzeder auf einer extra dafür reservierten Rasenfläche.
Gelsenkirchen. Überall auf dieser Welt suchen Menschen seit altersher unabhängig von ihrer Lebensweise und ihren kulturellen Wurzeln die Antwort auf die Frage: Wohin mit dem Toten? Dabei gibt es kaum eine vorstellbare Bestattungsform, die nicht irgendwo und irgendwann einmal praktiziert wurde. Doch was auf uns angemessen und tröstlich wirkt, kann in anderen Kulturkreisen Ablehnung und Kopfschütteln auslösen. Helfen kann da nur gegenseitiges Verständnis und Aufklärung.
Hannover. Vor Jahr und Tag undenkbar: Trauer im Internet. Das Netz als virtueller Ort ganz persönlicher Trauerbewältigung wird gesellschaftsfähig. Obwohl die öffentliche Erinnerungskultur auf vielen Feldern gepflegt wird, scheint der private Schmerz unter “www.de” eine neue, heilsame Nische gefunden zu haben.
Duisburg. Kann jemand, der zu Lebzeiten und im Alter von 60 Jahren seinen letzten Gang gegenüber einem Bestatter verbindlich dokumentiert hat und mit 85 Jahren verstirbt, sicher sein, dass seine Wünsche auch noch nach 25 Jahren buchstabengetreu erfüllt werden? Es stellt sich die Frage, wie zukunftssicher solche Bestattungsvorsorgeverträge eigentlich sind?
Das Bestattungshaus Frankenheim erhält Marketing Award in Berlin.
Berlin. Das Düsseldorfer Bestattungshaus Frankenheim ist vom Kuratorium Deutsche Bestattungskultur und dem Deutschen Marketing-Verband e.V. mit dem 2. Platz in der Kategorie Imagebroschüre ausgezeichnet worden.
Eine Hure mit gutem Ruf
Hamburg. Es ist nicht bedeutungslos, wie ein Mensch unter die Erde kommt. Denn seine Würde bleibt unantastbar, auch über den Tod hinaus. Dabei ist nicht bedeutsam, was er im Leben darstellte, sondern wie er gelebt hat. Die ehemalige Liebesdienerin Domenica Niehoff ist ein beredtes Beispiel dafür.
Gelsenkirchen. Wer trauert, fällt aus dem Rahmen. Für Alltag und die üblichen menschlichen Kontakte haben Trauernde oft weder Kraft noch Sinn. Fast jede Kultur hält deshalb für sie Bräuche und Regeln bereit. Sie signalisieren den Menschen um sie herum: Hier lebt jemand in einer besonderen Gefühlswelt, die es zu achten gilt. Doch die alten Trauerregeln und -bräuche scheinen mehr und mehr ins Vergessen zu geraten.
Mehrheit der Muslime wünscht nach dem Tod Überführung in die alte Heimat.
Bremen. Muslime haben unterschiedliche Bräuche, wie sie mit Tod und Trauer umgehen, auch wenn sie als Migranten in Deutschland leben. Das Wissen über diese Bräuche wird zunehmend wichtig. Denn immer mehr von ihnen sterben fern der alten Heimat. Und die meisten muslimischen Gastarbeiter wollen nach ihrem Tod überführt werden.
Bestatter leisten vermehrt Aufklätungsarbeit zum Thema Grabwahl
Gelsenkirchen. Die Friedhofskultur verändert sich. Parallel zu einer immer persönlicher gelebten Trauer, der ein Abschiednehmen in großer Öffentlichkeit fern ist, vollzieht sich auch der Wandel von der großen zur kleinen, pflegeleichten Grabstätte.
Angebotsvielfalt der Bestattungsformen wächst – Den Niedergang der Trauerkultur bedeutet das nicht
Gelsenkirchen. Schon jeder zweite Deutsche kann sich nach einer aktuellen Umfrage von Infratest eine nicht-traditionelle Bestattungsart vorstellen. Noch 1998 konnte das nur jeder fünfte.
In Wiedensahl liegt das Traditionsamt seit vier Generationen in den Händen einer Familie
Wiedensahl. Wiedensahl hat eine neue Totenfrau. Die Nachfolge von Ilse Mohnke hat deren Tochter Helga Schaer angetreten. Damit bleibt dieses Amt nun schon in vierter Generation in der Familie. Ilse Mohnke war über 50 Jahre Totenfrau. In dieser langen Zeit hat sie gut 500 Todesfälle in ihrer niedersächsischen Heimatgemeinde begleitet.
In der Trauer sind sich Christen, Juden und Muslime näher als man glaubt
Worms. In der Bestattungskultur von Christen, Juden und Muslimen gibt es entwicklungshistorische Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten. Dies schafft Brücken für ein besseres Verständnis, wenn es um Traditionen, Symbole und Rituale geht.
Trauerbewältigung auch über Pop und Rock – individuelle Musikwünsche bei Trauerfeiern nehmen zu
Paderborn. Mit Tränen in den Augen stehen Familienmitglieder, Freunde und Bekannte in der Trauerhalle, um sich zu verabschieden. Dann erklingt Musik: "If you leave me now" der amerikanischen Rockband Chicago. Für die Trauergäste war das ein ergreifender Augenblick. Auch das Lieblingslied des Verstorbenen, ein Stück von den Beatles, wurde während des Begräbnisses gespielt. Das Paar hatte die beiden Stücke schon vor dem Tod des Ehepartners ausgewählt.
Deutsche Bestattungsbranche bleibt zurückhaltend – Ausland profitiert bereits vom neuen ökologischen Umwelttrend
Hannover. In Holland, England und den USA kommen Ökobestattungen immer mehr in Mode. Während dort die Nachfrage steigt, verweigern sich deutsche Bestatter noch weitgehend diesem Trend.
Bizarre Geschäftsidee: Weltraum soll prominente Tote besser vor Sargräubern schützen
Hamburg / Fürth. Auch wenn Millionäre und Milliardäre häufiger zu ihren Lebzeiten als nach dem Tod entfü̈hrt werden, stellt sich die Frage, wie Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens als Verstorbene der Leichenfledderei entgehen und einer sicheren letzten Ruhestätte gewiss sein können.
Fast 3.000 Jahre alte Totenstele begeistert Archäologen – Bestattungsform veränderte sich nach Einwanderungswelle
Zincirli / Türkei. Im Südosten der Türkei haben Archäologen im Stadtgebiet von Zincirli einen Pfeiler mit einer gemeißelten Inschrift und einer Abbildung eines Mannes aus dem achten Jahrhundert vor Christus gefunden. Die Stele ist in fast unversehrtem Zustand. Ihre Inschrift gibt wichtige Aufschlüsse über die Vorstellungen über das Leben nach dem Tod, die die Menschen vor fast 3.000 Jahren hegten sowie Hinweise auf Sprach- und Kulturentwicklungen in dieser Region.
Gemeinschaftsgräber: eine pflegeleichte Alternative zum Grab unter dem Rasen
Meine. Sie sind eine pflegeleichte Alternative zum einfachen Grab unter dem grünen Rasen: Gemeinschaftsgräber für Sarg- und Urnenbestattungen. Die niedersächsische Samtgemeinde bietet diese Beisetzungsform auf den kommunal verwalteten Friedhöfen in Rothemühle, Grassel und Walle.
Geplant sind 100.000 Gräber auf sechs Hektar Meeresgrund
Miami Beach/Florida. Die Vision des amerikanischen Künstler Gary Levine, vor der Küste von Florida einen Unterwasserfriedhof in Kombination mit einem Freizeitpark ins Leben zu rufen, hielten die meisten für verrückt, ihn selbst für durchgeknallt. Dass er sich auf dem besten Weg einer erfolgreichen Projektverwirklichung befindet und sich künftig wohl dumm und dusselig verdienen wird, ist ebenso unglaublich wie beeindruckend. Ob es am Ende auch abstoßend sein wird, hängt davon ab, inwieweit ihm mangelnde Nachfrage doch noch die Suppe versalzt.
HSV-Anhänger finden jetzt auf dem ersten Fußball-Friedhof Europas ihre letzte Ruhe
Hamburg. Mit der Eröffnung eines Fussball-Friedhofes auf hanseatischem Boden eröffnen sich künftig völlig neue Beisetzungsrituale und Geschäftsmöglichkeiten.
Umgehungen sind immer illegal – Regelungslücken im NRW-Bestattungsgesetz
Die deutschen Bestattungsgesetze unterwerfen auch die Totenasche grundsätzlich dem Friedhofszwang. Das Bundesverwaltungsrechtgericht und das Bundesverfassungsgericht haben diesen Grundsatz bestätigt und auch für verfassungskonform gehalten.
Spezial-Dienstleister bieten Bestattern und Hinterbliebenen diskrete Finanzhilfen
Duisburg. Wenn der Tod ins Leben tritt, sind die wenigsten Menschen darauf vorbereitet. Unumgängliche Entscheidungen müssen schnell, richtig und individuell getroffen werden. Die persönliche Ausnahmesituation der Angehörigen bzw. Hinterbliebenen wird oft durch die Befürchtung erschwert, die gewünschten Bestattungsfeierlichkeiten könnten den gesetzten finanziellen Rahmen überschreiten.
Übergewichtige machen Bestattern und Krematorien schwer zu schaffen
Hannover. Fettsucht, auch Adipositas genannt, gehört in den Industrienationen zu den führenden Auslösern von Todesfällen und Invalidität. Studien zufolge ist die Krankheit weltweit für jährlich rund 2,6 Millionen Todesfälle verantwortlich. Das spürt auch die Bestattungsbranche.
Gerichtsurteil betont Informationspflicht der Behörde
Nürnberg. Bei der Beerdigung eines Verstorbenen haben die Wünsche und Vorstellungen seiner nächsten Angehörigen Vorrang. Das zuständige Ordnungsamt muss deshalb zunächst alles in seinen Kräften Stehende unternehmen, die Hinterbliebenen eines Toten zu informieren, bevor es ohne deren Zustimmung eine Not-Bestattung vornehmen lässt. Das hat jetzt das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen betont.
Stadt Aachen beklagt zu geringe Anzahl von Einäscherungen, zu hohe Modernisierungskosten und den Leichentourismus
Aachen. Es klingt makaber, ist aber wahr: Obwohl in Aachen mittlerweile jeder zweite Verstorbene in einer Urne die letzte Ruhe findet, bleiben die Öfen im Krematorium auf der Hüls immer öfter kalt.
Museum für Sepulkralkultur erwirbt ausgefallenes Sammelstück
Kassel. Das Museum für Sepulkralkultur in Kassel ist um ein ausgefallenes Sammlungsstück aus dem westafrikanischen Ghana reicher. Ein bunt lackierter Holzsarg in Form eines Hahnes erweitert die Einblicke in andere Kulturen mit ihren mitunter sehr farbenfreudigen Beerdigungszeremonien.
Grundsatzurteil: Wer Sozialhilfeleistungen beantragt, braucht als alter Mensch nicht mehr um das Ersparte aus Vorsorgeverträgen fürchten
Launsbach. Eine würdige Bestattung kostet Geld und jemand, der sein Leben lang dafür spart, darf nicht um diese Ersparnisse gebracht werden, etwa, wenn es um eine Unterbringung in einem Altersheim geht und er dafür Sozialhilfeleistungen in Anspruch nehmen muss. Das stellte jetzt das Bundessozialgericht in einem Grundsatzurteil fest.
Seebstattungen im Bodensee lösen heftige Diskussion im Internet aus
Konstanz. Wie schädlich sind menschliche Überreste, die in wasserlöslichen Urnen im Bodensee bestattet werden? Auf diese Frage gibt es unterschiedliche Antworten - und zur Zeit eine heftige Diskussion auf der Internet-Plattform vom “Südkurier”. Die Redaktion hatte berichtet, dass Bestatter auch aus dem Kreis Konstanz Urnen im See bestatten, entgegen geltenden Umweltgesetzen.
Gärtner stiften beheiztes Elektro-Mobil für betagte Friedhofsbesucher
Freiburg. Auf dem Freiburger Hauptfriedhof erleichtert ein Elektrofahrzeug den Besuch weiter entfernter Gräber. Der Fahrservice ist kostenlos und bietet Komfort - auch im Winter.
Bestatter setzt neue Maßstäbe – Öffentliches Kolumbarium bietet letzte Ruhestätte ohne Vorbehalte
Duisburg-Rheinhausen. Modern und doch traditionell – diese Symbiose gelang dem Bergheimer Bestattungshaus Menge mit einem öffentlichen Kolumbarium. In der Grabstätte nach altkatholischer Tradition kann sich jedermann seit 2006 beisetzen lassen.
Ärger um die Kostenübernahme bei Sozialbestattungen soll beigelegt werden
Lübeck. Wer zahlt die Bestattungen von Personen, die kein Vermögen hinterlassen? Auch die Stadt Lübeck versucht in diesen Fällen Angehörige zu ermitteln, die in die Pflicht genommen werden können. Die Bestatter müssen lange auf ihr Geld warten - und bringen Verstorbene auch schon mal zurück zum "Parken" in die Rechtsmedizin.
Düsseldorf. Die meisten Bundesbürger haben konkrete Vorstellungen über ihre eigene Beerdigung: Rund 39 Prozent erklärten in einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts tns-emnid, sie wollten eine Erdbestattung. Ein Drittel (33 Prozent) bevorzugt laut Kuratorium Deutscher Bestattungskultur eine Feuerbestattung.
Düren. Wo einst ausgelassen getanzt wurde, soll in noch ferner Zukunft würdevoll Abschied von Verstorbenen genommen werden. Die Evangelische Gemeinde zu Düren hat die unmittelbar neben dem Evangelischen Friedhof an der Kölnstraße stehenden Gebäude der ehemaligen Diskothek «Coupe» mit der Absicht gekauft, dort langfristig eine Trauerhalle mit Columbarium, einer Stätte zur Aufbewahrung von Urnen, zu errichten.
Auf dem Tangstedter Friedhof gibt es ein neues Kindergrabfeld
Hamburg. Es war eine trostlose Ecke auf dem Tangstedter Friedhof. Gerade dort, wo die Menschen am meisten Trost brauchen, dort, wo Kinder beerdigt oder ihre Urnen beigesetzt werden. Jetzt hat Birgit Ruge (29) die Kindergrabstätte umgestalten lassen.
Verein Oberhavel Hospiz bildet Interessierte zu Sterbebegleitern aus
Oranienburg. Zu spät. Die alte Dame starb in einem Dortmunder Krankenhaus, bevor ihre Familie Abschied nehmen konnte. Ein trauriges Schlüsselerlebnis, dass vielen Angehörigen unglücklicherweise widerfährt. Damit Menschen nicht allein sterben müssen, bldet der Verein Oberhavel Hospiz ehrenamtliche Helfer zu zertifizierten Sterbebegleitern aus.
Wer Bräuche und Regeln kennt, zeigt mehr Verständnis und Hilfsbereitschaft
Wer trauert, fällt aus dem Rahmen. Für die Last im Alltag und die üblichen menschlichen Kontakte haben Trauernde oft weder Kraft noch Sinn. Fast jede Kultur hält deshalb für sie Bräuche und Regeln bereit. Sie signalisieren den Menschen um sie herum: Hier lebt jemand in einer besonderen Gefühlswelt, die es zu achten gilt.
Mit neuen Urnen-Grabfeldern macht Köln Front gegen anonyme Bestattungen
Köln. Verstorbene, die keine Angehörigen mehr haben oder deren Familie sich nicht um die Toten kümmern wollen, müssen in Köln nicht mehr anonym bestattet werden: Auf zwei Urnengrabfeldern in Deutz und auf dem Südfriedhof werden die Namen der Verstorbenen künftig auf Basalt-Stelen festgehalten.
Kapuzinermönch 40 Jahre nach seinem Tode aufgebahrt – Erst verteufelt, dann heilig gesprochen
San Giovanni Rotondo / Italien. Die Augen sind geschlossen, Frieden liegt über dem Gesicht, wie im Schlaf. Doch Padre Pio ist seit 1968 tot – und seit kurzem in San Giovanni Rotondo (Süditalien) öffentlich aufgebahrt. In einem Glassarg.
Künstler will Sterbenden ausstellen
London / Hannover. Jede Generation lebt in ihren Traditionen, handelt nach ihren Vorbildern und Maßstäben. Doch seit uns eine freiheitlich demokratische Grundordnung begleitet, ist der gesellschaftliche Wandel in unserer Republik beinahe grenzenlos.
Umbau dauert bis ende 2009 – Bis zu 4.000 Urnenplätze geplant
Dortmund. Die katholische Liebfrauenkirche in Dortmund wird als drittes Gotteshaus in NRW Urnenkirche. Der Umbau zur Urnen-Grabstätte soll bis Ende 2009 abgeschlossen sein.
In Ghana haben Särge ungewöhnliche Formen – Alte Tradition findet weltweit Beachtung
Accra / Ghana. Andere Länder, andere Sitten. So sind in Ghana die Särge bunt und haben fantasievolle Formen. Ihr Verwendungszweck ist nicht immer gleich erkennbar. Wer würde auch denken, dass der zwei Meter lange, rot-grün lackierte Fisch, die mannshohe Colaflasche oder der Formel-1-Rennwagen in Wahrheit Särge sind?
Jessica Horn, Mitarbeiterin im Bestattungshaus Frankenheim, hat als erste Düsseldorferin und als deutschlandweit jüngste Absolventin die Fortbildung zum Bestattungsfachwirt (IHK) abgeschlossen.
Christliche Vertreter suchen Antworten auf Veränderungen in Friedhofs- und Trauerkultur
Mannheim. Mit der Zunahme anonymer Bestattungen und „Friedwäldern" zeichnen sich Veränderungen in der hergebrachten Trauer- und Bestattungskultur ab. In Mannheim versuchen die christlichen Kirchen gemeinsam, eine Antwort auf diese Trends zu finden.
Der „Rott” übernimmt im Todesfall für die Familie mehr als nur Freundschaftsdienste
Neuenkirchen / Münsterland. Jüngst haben sie wieder zwei Bewohner vom Hasenhügel zu Grabe getragen. Sechs Männer aus der Nachbarschaft trugen den Sarg, zwei Lampen- und ein Kreuzträger gingen vorneweg.
Reiner Calmund findet in Vietnam das Grab seines Vaters
Bac Ninh / Vietnam. Ein kleiner unscheinbarer Friedhof auf den Hügeln von Bac Ninh. Die Stadt liegt 30 Kilometer nördlich von Vietnams Hauptstadt Hanoi. Hier, rund 9500 Kilometer von zu Hause, hat Manager-Legende Reiner Calmund (59) 54 Jahre nach dem Tod seines Vaters Karl endlich dessen Grab gefunden.
Gewachsenens Spendeninteresse löst bei Anatomie-Instituten Kostenlawine aus – Finanzielle Selbstbeteiligung ist umstritten
Frankfurt. Wer seinen Körper nach dem Tod der Wissenschaft zur Verfügung stellen will, muss derzeit um einen Platz in den Anatomiesälen kämpfen.
Kreis Stormarn zwingt 85-jährige zur Aufkündigung ihrer Sterbeversicherung – „Schonvermögen” bleibt erhalten
Bad Oldesloe. Von wegen „Letzter Wille“. Auf das, was nach dem Tod mit dem eigenen Körper passiert, hat der Bürger weniger Einfluss, als gemeinhin angenommen wird.
Salzburg. Schon Wolfgang Amadeus Mozart schrieb eine berühmte Totenmesse für den exzentrischen Grafen von Walsegg. An diese Tradition knüpft jetzt eine Agentur in Salzburg an: Sie bietet Wohlhabenden persönliche Requien an.
Würzburg. Der Würzburger Bischof hat für seine Seelsorger im Januar Regeln zum Umgang mit Bestattungen in freier Natur veröffentlicht. Demnach sind kirchliche Feiern in so genannten Friedwäldern oder Ruheforsten nur unter bestimmten Bedingungen möglich.
Karlsruher Hauptfriedhof gilt als Vorreiter von einfallsreichen Bestattungsformen
Karlsruhe. Seit Universitäten, Schulen und Krankenhäuser in Rankings qualifiziert werden, bleibt auch Friedhöfen das Vergleichen nicht erspart. Denn schließlich ist auch ein Friedhof im pekuniären Sinne nichts anderes als ein Wirtschaftsunternehmen.
Berlin. Nur in ein Leinentuch gehüllt, soll ein Toter möglichst noch am Sterbetag beigesetzt werden. So sieht es die islamische Tradition vor. Doch das ist in Berlin gegenwärtig nicht möglich.
Landesbischöfin fordert Verfassungsrang für Kinderrechte
Hannover. Die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann hat dafür plädiert, Kinder mit zu Bestattungen zu nehmen.
Auf dem Vorwerker Friedhof sind zwei neue Kolumbarien geplant
Lübeck.Die Trauerkultur verändert sich: Der Vorwerker Friedhof soll deshalb zwei Kolumbarien erhalten. Eines im Innern der prächtig sanierten ehemaligen Trauerhalle und eines im Freien für Naturliebhaber.
Schutz der Totenruhe neu definiert – Richter untersagen Handel mir dem Edelmetall
Bamberg/Ludwigsburg. Krematoriumsmitarbeiter haben in Nürnberg und Hof über Jahre Zahngold an sich genommen und versilbert. Nach bisheriger Juristenmeinung kein Diebstahl, ethisch aber höchst bedenklich und nach neuestem Richterspruch auch strafbar.
Sydney/Melbourne. In Australien wetteifern Bestatter um „umweltfreundliche" Beerdigungen. So bietet ein Institut in Sydney emissionsneutrale Beisetzungen an. Sein Direktor will mehr Bäume pflanzen lassen, um den Schadstoffausstoß bei der Einäscherung zu kompensieren.
Gelsenkirchen. Wie kann man Sterbenden, wie den Hinterbliebenen helfen?, fragte jüngst die WAZ ihre Leser an Rhein und Ruhr in einer Telefonaktion zum Thema „Tod ohne Leid”. Der kommunikative Erfolg war eindrucksvoll.
Hannover. Als erfahrener Insider in der Bestattungsbranche werde ich im Laufe eines Beratungsgesprächs von Angehörigen immer wieder gefragt, ob sie die Urne des Verstorbenen mit nach Hause zu nehmen.
Sargzwang in NRW aufgehoben – Kirche und Kommune haben das letzte Wort
Duisburg. In Deutschland gibt es im Gegensatz zu den meisten anderen EU-Ländern immer noch den Friedhofszwang. Dennoch sind neuerdings „sarglose” Bestattungen möglich.
Hannover. Das Geschäft mit dem Tod ist hart umkämpft. 4500 deutsche Bestatter konkurieren um jährlich rund 820.000 Sterbefälle. Gleichzeitig wird ihr Kostendruck immer größer.
Düsseldorf. Aufgrund der Freigabe der Bestattungsbezirke hat das Bestattungshaus Frankenheim seinen Friedhofsführer überarbeitet und in 3.
Hannover / Magdeburg. In Zeiten wachsender finanzieller Belastungen der privaten Haushalte suchen immer mehr Familien im Trauerfall nach einer kostengünstigen Bestattungsform. Nach einer dpa-Umfrage ist dieser Trend in den neuen Bundesländern stärker ausgeprägt als in Westdeutschland.
Duisburg / Hannover. Ein niedersächsischer Bestatter hat angeblich Luxussärge in Rechnung gestellt, die Toten aber in billigen Holzkisten verbrennen lassen. Jetzt ermittelt die Staatanwaltschaft gegen ihn und sieben seiner Mitarbeiter. Ein Einzelfall oder die Spitze eines Eisberges im harten Wettbewerb einer Branche von rund 4.00 Bestattern, die sich tagtäglich bundesweit um die Gunst ihrer Kunden mühen?
Arnsberg. Wer die Totenruhe eines Verstorbenen stört, ist ein Fall für Justizia. Ebenso für die Presse. Denn die berichtete jüngst ihrer erstaunten Leserschaft, warum ein 73-jähriger Witwer aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein in einer Nacht- und Nebelaktion die Urne mit der Asche seiner im Jahre 2005 verstorbenen Frau heimlich wieder ausgrub, sie vom anonymen Urnenfeld des öffentlichen Friedhofes entwendete und sie in der Idylle des heimischen Gartens wieder beisetzte.
Duisburg. Nach dem immensen Erfolg der RTL Doku-Soap „Bauer sucht Frau” kommen langsam aber sicher auch die Konkurrenten ins Träumen und Planen. ProSieben will nun in „sozial weniger anerkannten Berufen” nach weiteren einsamen Singles suchen.
Lesen Sie hier aktuelle Urteile zu Streitigkeiten um Grabsteine, Urnen, Umbettungen und den Schalldämpfer eines Jägers.
Weisser Ring erhält Spende über 4.000 Euro
Hamburg. Das führende hanseatische Bestattungsunternehmen GBI hat in diesem Jahr den gemeinnützigen und karitativen Verein Weisser Ring e.V. mit einer Geldspende in Höhe von 4.000 Euro unterstützt.
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